Whoop vs. Garmin
Part 2 (nach 2 Jahren)
- Sport ist immer die Antwort
2 Jahre später
Wenn du treuer Leser bist, dann hast du im 2023 vielleicht meinen Blog gelesen, indem ich Whoop und Garmin miteinander verglichen und meine Meinung dazu kund getan habe.
Wenn nicht, hol das nach ;) (Link ganz unten).
Aufmerksamen Follower ist vielleicht aufgefallen, dass ich seit der Geburt unserer Tochter nur noch die Garmin trage.
Whoop ist abgelegt worden.
Warum ist das so? Hab ich doch damals so ein Loblied darauf gesungen und tragen es doch schließlich alle Profis und überhaupt jeder.
Whoop ist ein geniales Gerät- die Vorzüge gegenüber der Garmin hab ich in besagtem letzten Blog ausführlich beschrieben.
Aber Dinge ändern sich. Meinungen ändern sich. Ansprüche ändern sich. Nach über zwei Jahren hab ich den Nutzen von Whoop gefühlt “ausgenutzt”.
All die Dinge, die ich täglich getrackt habe, haben sich ja wiederholt. So extrem abwechslungsreich ist mein Leben dann eben doch nicht. Ich mache natürlich immer wieder den gleichen Kram. Und irgendwann wusste ich ja dann anhand von der Whoop App, was mir gut tut und was eher nicht. Ich wusste, wie ich meine Schlafhygiene verbessern kann. Ich wusste, dass early bird Trainings für mich persönlich effizienter sind, als spät am Abend mir noch einen abzurackern. Das Schichtdienst den Körper systematisch zerstört- das wusste ich auch vorher schon, dafür braucht man gar keine App.
Und somit war der Nutzen irgendwann einfach nicht mehr wirklich so riesig.
Jetzt kam die Zeit, dass ich mein Abo für ein weiteres Jahr hätte verlängern müssen. Und dann stand die Entscheidung an. Gönn ich mir ne neue Garmin, oder weiterhin Whoop.
Ick sag mal so, die Forerunner 970 macht sich ziemlich gut an meinem Handgelenk. Und Garmin hat eben auch nachgezogen. Mittlerweile kannst du auch mit der Uhr einige Funktionen nutzen, die damals nur Whoop hatte. Der Nachteil bleibt für mich weiterhin, dass ich sie halt “nur” am Handgelenk tragen kann und somit aus hygiene technischen Gründen nicht auf der Arbeit. Aber das ist eigentlich auch okay. Denn eigentlich ist es auch völlig Latz, ob ich nun im Dienst 5000 oder 3000 Schritte mache und ob eine Schicht stressig war, oder nicht, das kann ich auch ohne Messgerät beantworten.
Ich würde Whoop weiterhin jedem absolut empfehlen.
Zu 100% ein geiles Ding. Unübertroffen im Design, in der Anwendung und auch im Nutzen, den man für einen gesünderen Lifestyle daraus ziehen kann.
Langfristiger Gewinner ist jedoch nun trotzdem die Garmin. (Ich schließe nicht aus, dass ich Whoopi irgendwann wieder aktiviere, die hunderttausend Armbänder bleiben also vorerst in der Schublade.)
Auch bei der Garmin muss man sich sicherlich fragen, ob man sie wirklich braucht. Nutzt man die Daten, analysiert man alles, oder will man einfach bei seinem 5k Sonntagsjog wissen, ob man die 6:30 Pace noch schafft- im Büro aber dank Garmin am Handgelenk wie der sportliche Outdoor Survival Daddy aussehen?
Wir können uns n Ring um den Finger machen, der alles misst, uns das Handy unter das Kopfkissen legen, dat Whoopi in den Schlübber stecken und die Garmin oder Suunto am Handgelenk tragen. Aber unterm Strich sind wie alle individuell und dürfen nicht verlernen auf unseren Körper zu hören. Diese Geräte können nützlich sein, um unseren Körper besser zu verstehen, aber sie können uns auch manipulieren. Wenn du am Morgen aufwachst, dann sollte das horchen in dich hinein dir sagen, wie deine Nacht war und wie hoch deine Trainingsbereitschaft ist. Und das sollte meiner Meinung nach auch so bleiben, egal was auf dem kleinen Display steht. Denn es macht etwas mit dir, wenn deine Herzfrequenzvariabilität am Arsch ist, deine Ruhepuls in den 60igern und deine Atemfrequenz erhöht. Automatisch schlussfolgerst du, ich bin heute nicht fit. Vielleicht hast du aber geschlafen wie ein Murmeltier und würdest dich eigentlich super parat für deine Intervalle fühlen- die Zahlen lassen dich dann jedoch zweifeln.
Es ist der gesunde Umgang.
Die Dosis macht das Gift. So wie bei Social Media, so wie bei ungesundem Essen, so ist es auch mit so Analysen.
Die Zeit in der du morgens deinen Schlaf auswertest kannst du auch für eine fünf Minütige Meditation nutzen. Nur so als Besipiel.
Als Begleiter für das tägliche Training ist die Garmin in meinen Augen sowieso immer ungeschlagen gewesen. Das Programmieren von Trainings, das navigieren nach Hause, die einzelnen Funktionen und Anzeigen während einer Aktivität sind absolut grossartig.
Es gibt natürlich auch wesentlich günstigere Hersteller, als Garmin. Ich kann nicht beurteilen, wie gut sie sind, aber ich gehe stark davon aus, dass die für einen Grossteil von uns Hobbyathleten auch völlig reichen würden- aber eben, wir lieben unsere Garmin ja auch ein Stück als Statussymbol und als Aushängeschild, dat wir dit ernst meinen mit dem sportlichen Rumgehample.
In diesem Sinne…lass mal dankbar sein, wenn wir überhaupt die finanziellen Mittel haben, uns so n überteuertest Gadget ans Handgelenk zu knoten, ist nämlich auch nicht selbstverständlich. ( Dat was die Dinger heute kosten, verdient in Albanien der Anwalt im Monat).