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Ich bin jetzt CEO

und CFO und COO

  • Geschichten aus dem Leben

Wildflower – warum ich gegründet habe, obwohl mein Alltag schon voll ist

Es gibt diese Momente im Leben, in denen man merkt: Da ist mehr. Mehr Potenzial, mehr Ideen, mehr Möglichkeiten, Menschen wirklich zu unterstützen. Genau aus diesem Gefühl heraus ist mein Herzensprojekt entstanden (um ehrlich zu sein brodelt die Idee ja schon jahrelang in mir, aber stand auf der Prioliste nicht weit genug oben):
Wildflower

Viele fragen mich momentan:

„Wie schaffst du das alles?“

60% Arbeit im Spital, Training, Familie, Hunde, Social Media, Schreiben – und jetzt noch ein eigenes Unternehmen? Und das alles meistens mit ziemlich guter Laune, einem doofen Grinsen und net fetten Portion Optimusmus.

Die ehrliche Antwort: Nicht perfekt. Aber mit ganz viel Leidenschaft, Struktur und einem starken Warum.

Warum ich Wildflower  gegründet habe

In den letzten Jahren habe ich immer wieder gemerkt, wie viele Menschen sich im Alltag verlieren. Zwischen Arbeit, Verpflichtungen, Familie und ständigem Funktionieren bleibt das eigene Wohlbefinden oft auf der Strecke. Immer wieder wurde und werde ich gefragt, wie ich all das schaffe.

Und genau dort möchte ich ansetzen.

Mit Wildflower möchte ich Menschen begleiten, die sich wieder mehr Energie, Balance und Leichtigkeit wünschen. Menschen, die gesund leben möchten, aber nicht wissen, wie sie alles unter einen Hut bringen sollen. Menschen, die sich nach mehr Ruhe im Kopf und gleichzeitig mehr Motivation im Alltag sehnen. Denn dein Tag hat genau wie meiner 24h. Die Frage ist eben, wie wir die sinnvoll nutzen.

Denn ich glaube fest daran:
Wohlbefinden entsteht nicht durch Perfektion. Sondern durch kleine, nachhaltige Veränderungen.

Warum Zeitmanagement für mich so wichtig ist

Wer mir schon länger folgt, weiss: Mein Alltag ist voll. Sehr voll.

Ich arbeite weiterhin mit viel Herz im Spital, weil ich meinen Beruf liebe. Gleichzeitig ist Bewegung ein riesiger Teil meines Lebens – Triathlon, Yoga, Krafttraining und Zeit draussen geben mir Energie und Ausgleich.

Aber all das funktioniert nur, weil ich gelernt habe, bewusst mit meiner Zeit umzugehen.

Nicht jede Stunde muss produktiv sein. Aber jede Stunde darf bewusst genutzt werden.

Genau das möchte ich weitergeben:
Wie man trotz vollem Alltag Zeit für sich selbst schafft. Wie Routinen helfen können. Wie man gesunde Gewohnheiten integriert, ohne zusätzlichen Stress aufzubauen.

Wildflower ist kein „höher, schneller, besser“

Mir geht es nicht um Selbstoptimierung bis zur Erschöpfung.

Ich möchte einen Raum schaffen für echte Gesundheit. Für mentale Stärke. Für Bewegung, die Freude macht. Für Routinen, die unterstützen statt einengen.

Wildflower soll Menschen daran erinnern, dass sie nicht perfekt sein müssen, um sich wohlzufühlen.

Was dich auf der erwartet

Auf wildflower-wellbeing.ch findest du Inspiration rund um:

Wohlbefinden & mentale Gesundheit
Zeitmanagement im Alltag
gesunde Routinen
Bewegung & Balance
Motivation & nachhaltige Veränderungen

Und das ist erst der Anfang.

Danke, dass du hier bist

Dass ich diesen Schritt gegangen bin, macht mir ehrlich gesagt auch ein bisschen Angst. Etwas Eigenes aufzubauen braucht Mut – besonders neben einem bereits erfüllten Alltag. Themen wie Handelsregister, Firmenkonto und AHV waren bis jetzt eigentlich nicht wirklich mein Steckenpferd. Aber man wächst ja bekanntlich mit seinen Herausforderungen.

Aber gleichzeitig fühlt es sich unglaublich richtig an.

Danke, dass du mich auf diesem Weg begleitest.
Danke fürs Mitlesen, Mitfiebern und Unterstützen. Danke, dass du mich vielleicht an Freunde, Familie, Bekannte empfiehlst, die eventuell von einem ganzheitlichen Coaching bei mir, Wildflower, profitieren könnten.

Ich freue mich riesig auf alles, was mit Wildflower entstehen darf.

Wildflower

New Mom- 6 Monate Alexandra

Das Leben steht Kopf. Und ich mag es.

Es gibt viele Dinge, die Mütter immer sagen (und machen). So typischer Mama Kram halt. Und bei einigen Sachen hab ich im Vorfeld innerlich immer mit den Augen gerollt und gedacht “heb Schnorre”. Und jetzt erwisch ich mich in vielen Momenten dabei, dass ich einige dieser Aussagen bestätigen muss.
Das ich Dinge tue, von denen ich nie gedacht hätte, dass ich sie tun werde.

Ich nenne dir ein paar Beispiele.
Der Wäschetrockner. Ick als alte Dinkel Dörte benutze das Ding quasi nie. Zur grossen Freude von Andy- NICHT. Der hasst nämlich die knüppel harten Handtücher, wenn sie auf dem Ständer getrocknet sind.
Dieses kleine Wesen macht aber doch erstaunlich viel Arbeit. Und produziert auch erstaunlich viel Dreckwäsche. Weil n paar Mal am Tag da eben die Milch/ der Brei aus der Schnüt läuft und du den Body wechseln kannst. Und weil du gefühlt 32 Nuschelis am Tag durchlässt. Und wenn ich mich nun entscheiden kann zwischen kuscheln mit der Kleinen oder Wäsche aufhängen…naja, ist jetzt nicht so schwer, oder? Also fliegt mittlerweile fast alles in den Trockner, was nicht niet und nagelfest ist.

Ungefragt Kinderfotos verschicken.

Wie oft hab ich mich gefragt, Alter, warum schickst du mir random einfach n Bild von deinem Goof? Interessiert mich das? Also ja, is süss, ist n kleiner Mensch, ganz toll, aber behalt doch bitte deine Bilder.
Der Chatverlauf zwischen mir und meiner Mutter bestätigt, dass sich meine Meinung geändert hat. Ich bin so unglaublich verliebt in Alexandra. Jeden Tag denke ich, oh mein Gott, wie herzig sie ist, du musst sie fotografieren. Normalerweise gab es bei mir als olle Ego Mausi immer massenhaft Selfies auf dem Handy, jetzt gibt es gefühlt nur noch Bilder von Principessa.

So ein Kind bedarf ner Menge Organisationstalent. Schließlich gibt es hier in diesem Haushalt auch noch zwei Triathleten, die mindestens 10h die Woche trainieren wollen und zwei Hunde, die ebenfalls mindestens 2h am Tag draußen rumeiern wollen und bespasst werden möchten.

Ich hasse Unpünktlichkeit. Aber mit Alexandra muss man sein Zeitmanagement einfach komplett neu aufstellen. Wenn du denkst, du willst um vier abfahren und startest 30min vorher, alles parat zu machen, dann kann das gut gehen..oder auch nicht. Weil eventuell zeigt sie plötzlich nochmal Hunger, obwohl sie eigentlich gerade gegessen hatte. Eventuell drückt sie auch nochmal n Kleckschen in die Windel, obwohl diese gerade frisch gemacht wurde. Eventuell kotzt sie auch nochmal auf das zuckersüße Outfit, was du extra für diesen Ausflug ausgewählt hast. Und eventuell sind wir in den letzten Monaten so oft zu spät gekommen, wie noch nie zuvor.

Der perfekte Haushalt schüttelt sich auch nicht mehr so aus dem Ärmel wie früher.

Unmengen an Fläschchen, anfangs noch das Milchabpumpset, Nuggis, all das Zeugs will täglich gewaschen und sterilisiert werden.
Und Müll produziert dieses Kind- Heeiiiimatland. Wir hatten sonst einen Müllsack in der Woche, weil wir auch sehr streng trennen. Aber die Maus füllt ordentlich n paar Windeln am Tag, dit kann ich dir flüstern.

Sport bedarf auch nem krassen Organisationstalent. Wenn einer von uns beiden trainieren möchte, dann muss der andere eben auch Zeit haben, aufzupassen. Sie ist ein super pflegeleichtes Kind und es gab auch schon genug Trainingseinheiten, wo sie einfach neben dem Laufband oder der Rolle gepennt hat. Aber es gab auch die, wo sie keine Lust hatte zu schlafen und dann ist das Training eben beendet. Weil es nicht so wichtig ist, wie dieses kleine Wesen.
Lange Radausfahrten sind jetzt endlich dann auch wieder für mich möglich, weil ich das Thema Milchabpumpen nun erfolgreich beendet habe. Zu Beginn musste ich alle 2h an die Melkmaschine, sonst sind mir die Öcken fast geplatzt und das schmerzt mal so richtig.

Sie ist einfach immer dabei. Man ist eigentlich nie allein. Beim Duschen liegt sie im Bad auf ihrer Krabbeldecke am Boden, beim Kochen schaut sie von ihrem Hochstuhl aus zu. Beim Pennen haben wir sie nach drei Monaten in ihr eigenes Zimmer gezügelt und das funktioniert ganz wunderbar (ja, die Mütrer Mafia hat mich selbstverstänldich dafür gesteinigt).
Ich dachte immer , nur Andy könne ich dauerhaft ertragen, aber sie dann also auch ;) Was für ein Glück.

Wir haben mittlerweile einen Mittelweg gefunden, sie in die normalen Dinge mit einzubeziehen, ohne sie zu überfordern. Zum Einkaufen kommt sie mit, sie soll lernen, unter Menschen zu sein. Andere Gerüche, anderes Licht. Wir gehen jeden Tag mit ihr raus. Ob das was bringt oder nicht, keine Ahnung, aber ein Kind braucht doch frische Luft, oder nicht? Das haben unsere Eltern mit uns auch schon gemacht und guck einer schau, was aus mir für eine prächtige junge Dame geworden ist.

Es gab viele erste Male in den letzten Monaten.

Das erste Mal allein mit ihr mit dem Auto fahren. Das erste mal allein den Kinderwagen einladen und wieder auspacken. Die ersten Impfungen. Mittlerweile sind das alles keine Besonderheiten mehr und wir sind ein super eingespieltes Team. Sogar der erste Kurztripp ins Engadin ist gemeinsam erfolgt.

In der Schwangerschaft konnte ich keine Nacht mehr durch pennen, weil der kleine Ganove Saltos auf meiner Blase gemacht hat. Dann war sie da und wir sind nachts natürlich mehrfach aufgestanden um sie zu füttern und um Milch abzupumpen. Aber nun..ich trau mich kaum es auszusprechen, können wir einfach durchschlafen. Sie pennt wie ein Stein, clustert abends anständig Milch, wie ein Eichhörnli und ratzt dann durch.

Andy und ich sind ein fantastisches Team. Es ist eine Herausforderung. Unser ganzes Leben, all unsere Routinen sind umgekrempelt von diesem kleinen süssen Wurzelzwerg, Es ist eine Challenge nicht nur über Zeiten, Windeln und Fläschchen zu reden, sondern sich auch bewusst weiterhin in den Arm zu nehmen und sich Zeit aktiv miteinander zu verbringen.

Ich dachte immer Mama sein ist doch sicher langweilig. Das kann ich absolut nicht bestätigen. Die Tage rasen an mir vorbei. Alexandra bei ihrer Entwicklung zuzuschauen erfüllt mich so unglaublich und gibt meinem Leben einen ganz neuen, viel tieferen Sinn. Ich frage mich, was ich vorher mit meinen Tagen gemacht habe, als ich nur gearbeitet und trainiert habe. Jetzt ist gefühlt jede Sekunde durchgetaktet (in meinem Kopf) und dann kommt das kleine Frauelie und sorgt dafür, dass ich all meine Pläne über den Haufen werfen kann. Weil sie eben heute nicht wie sonst um diese Zeit n Schläfchen hält. Weil sie eben heute Bauchweh hat. Weil sie eben heute zu kämpfen hat, weil die Zähnchen drücken oder weil sie eben heute gaaaaanz viel Liebe braucht.

Und dann gibt es die Momente des Zweifelns und der Angst.

Mache ich alles richtig? Bin ich gut genug? Bin ich eine gute Mutter? Ist sie gesund? Werden wir dieses Tempo die nächsten Jahre halten können, mit all dem, was wir sonst noch im Leben so haben, was wir gerne mögen? Wird unsere Beziehung wirklich für immer halten (aktuell überhaupt keinen Zweifel, aber das hatten viele andere geschiedene Paare sicher auch irgendwann nicht und sind dann gebrochen, an dieser Verantwortung und an diesem neuen Leben)

Die Hormone sind absolut überwältigend. “Schau ein Schmetterling” und schon flenn ich los. Ich. Die sonst doch eher so die Eisprinzessin ist.
Das Verhältnis zu meiner eigenen Mutter ist durch die Geburt von Alexandra auf ein ganz neues Level gehoben worden. Wie konnte ich nur je so ein Arschloch sein und was hab ich mir dabei gedacht, meiner Mutter als das anzutun, was ich ihr in meiner verkorksten Jugend angetan habe? Mama, es tut mir leid. Ich hoffe Alexandra wird niemals so eine kleine Pissnelke, wie ich es war.

Und zum Abschluss noch ein Krönchen- für die dämlichste Frage- die schon in der Schwangerschaft ständig kam und die auch jetzt ständig kommt:
Und? Wann kommt das Zweite?
Ich finde diese Frage ungefähr genauso unangemessen, wie eine Frau im gebärfähigen Alter zu fragen, ob sie denn keine Kinder wolle.
Wir hatten wirklich einen heftigen Start mit Alexandra. Und ich bin so arrogant zu behaupten, dass wenn Andy und ich nicht zwei wirklich starke Persönlichkeiten wären, dann wären wir jämmerlich vor die Hunde gegangen.
Die Wunden sind noch nicht verheilt (werden sie vielleicht auch nie, wer weiss das schon). Und aktuell bin ich nicht bereit, das Risiko einzugehen, neue Wunden hinzuzufügen. All meine Liebe gehört meiner Familie. Meinem Kind, meinem Mann, meinen zwei Hunden. Ich kann mir momentan nicht vorstellen, dem noch etwas hinzuzufügen, außer vielleicht 1-2 neue Fahrräder.
Die Meinung kann sich ändern. Das weiss ich jetzt nicht. Aber ich finde die Frage so extrem persönlich. Und sie wird meist von Menschen gestellt, mit denen man sonst höchstens über das aktuelle Sturmtief Helena redet. Also bleibt doch bei Smalltalk bitte und fragt nicht so n deepen Mist, wenn ihr sonst doch auch nichts über diese Menschen wisst.

In diesem Sinne, lasst mal dankbar sein.
Für die Familie.