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SwimRun Engadin 2019

Zusammengebunden durch 13 Grad kaltes H2O auf 1800 m Höhe

Ötillö in Silvaplana, Engadin. Bereits 2018 standen Karina und ich gemeinsam am Start um uns in dieses Abenteuer zu stürzen.
Das Wort Teamwork bekommt eine ganz neue Bedeutung, denn man ist das gesamte Rennen über mit einer Schnur miteinander verbunden.
Der Ursprung von Ötillö liegt in Schweden, wo n paar Typen besoffen die Idee hatten, immer im Wechsel von Insel zu Insel zu schwimmen und zu laufen. Das ganze als Team und mit Pullbuoy und Paddels.

Dieses Jahr haben wir gemerkt, dass das Rennformat im Vergleich zu 2018 doch schon einiges mehr an Popularität gewonnen zu haben scheint. Der Unterschied zum Triathlon ist jedoch trotzdem allein schon von den Teilnehmern her spürbar.
Hast du schonmal am Raceday in einem Hotel gefrühstückt? Da hörst du ne Stecknadel fallen, weil alle so angespannt sind. Wir haben unser eigenes Wort kaum verstanden am Morgen im Speisesaal. Alle easy peasy mit Flipflops und entspannt.

Strecke: Insgesamt gilt es 12.65km mit 150 Höhenmetern zu rennen (auf 5 Abschnitten) und 2.65km zu schwimmen (auf 4 Abschnitten).
Die Wassertemperatur betrug auch dieses Jahr wieder nur 13 Grad, was die Neoprenbadekappe für uns zum besten Freund machte. Allerdings war es beim Rennen dann doch recht kuschelig, weil es volle Hanne Sonne hatte.
2018 hatten wir noch den meisten Respekt vor den Swimparts..dieses Jahr haben wir da ein Team nach dem anderen einsammeln können, weil es so super für uns lief.
Auf dem zweiten Runabschnitt hab ich jedoch so heftige Krämpfe und Schmerzen in den Waden bekommen, dass ich dachte, ich muss völlig ausrasten. Gott hab ich geflucht. Einzig mögliche Erklärung waren die Neopren Beinlinge. Versuch war es wert. Angehalten, ins Gras gesetzt und die verdammten Dinger ausgezogen. Siehe da, danach lief es wie n Länderspiel. Im Nachhinein betrachtet ärger ich mich über mich selbst. Letztes Jahr hab ich die Teile gekauft und sie haben super gepasst. Im Vorfeld hab ich sie dieses Jahr 1x im Training getragen und dachte noch, verdammt sind die eng, aber wahrscheinlich eben nur weil es ungewohnt ist. Auf die Idee, dass sich vielleicht innen 365 Tagen harten Trainings der Umfang meiner Waden verändert haben könnte bin ich nicht gekommen, ich Schlaubischlumpf. Naja, die Einsicht kam dann eben im Race.
Zu dem Zeitpunkt waren wir auf dem 9. Platz. Und sauer wie ich auf mich selbst dann war, lief es danach dann umso besser und wir konnten uns auf den 5. Platz zurück kämpfen. 10min schneller als 2018 sind wir dann überglücklich Hand in Hand über die Ziellinie direkt dem Race Director in die Arme gelaufen.

An dieser Stelle ein riesen fettes Danke an Karina! Trotz des doch nicht zu unterschätzenden Altersunterschiedes macht sie so verrückte Sachen mit mir und hat nicht einmal gejammert, ganz m Gegenteil, hat mich wieder vom Boden aufgesammelt, als ich fluchend wie n Rohrspatz an den bescheurten Beinlingen gezerrt hab.
Für alle, die zwischendurch einfach mal was anderes als SWIMBIKERUN machen wollen, gerne Nippel wie Träckerventile haben und n geilen Racebuddy- lasst euch den Spass nicht entgehen. Und dann sehen wir uns 2020 im wunderschönen Silvaplana, wo dir bei jedem Atemzug fast die Luft wegbleibt, weil du so ein umwerfendes Panorama siehst!